Energie- und Ressourceneffizienz

Nachhaltig ­wirtschaften

Deutschland muss seine bisher größte Energiekrise managen. Stand Anfang August kann man nur in die Glaskugel schauen, um zu erahnen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommt. Trotz Pandemie, Lieferengpässen, steigenden (Energie-)Preisen und einer kritischen Versorgungslage müssen sich unsere Unternehmen so gut es geht wappnen. Dabei ist der bewusste Umgang mit Ressourcen auch jenseits von Energie- und Klimakrise ein guter Plan. Gerade jetzt lohnt es sich, über CO2- und Energieeinsparungen nachzudenken. Das spart Geld und ist nachhaltig. Besonders hilfreich: Ein starkes Netzwerk in Wolfsburg und der ­Region, kompetente Ansprechpartner sowie eine interessante Förderlandschaft – zum ­Beispiel für Transformations- und Impulsberatungen.

Know-how bündeln – ­gemeinsam weiterentwickeln

Regionale EnergieAgentur e. V. (REA)

Andrea Keßler hilft mit Ihrer Beratung bei der REA dabei Energie zu sparen.
Andrea Keßler © Gero Gerewitz

Die REA versteht sich als Förderin und Kooperationspartnerin der Wirtschaft sowie der Kommunen. Sie ist in der ­Region Braunschweig-Wolfsburg Ansprechpartnerin für KMU rund um die Themen Energie- und Ressourceneffizienz. Dazu zählen CO2- und Energieeinsparung, erneuerbare Energien, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität. „Wir sensibilisieren und informieren hierbei die Unternehmen. Außerdem begleiten und vernetzen wir auch die Akteure untereinander – heute vor allem bei der Energieeinsparung“, betont Andrea Keßler, Geschäftsführerin der Regionalen Energie­Agentur e. V. „Ob Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbände, Energieberater: In unserem REA-Netzwerk bündeln wir die wertvolle Expertise und initiieren gemeinsam eigene Projekte. Zum Beispiel versammelt die REA regelmäßig zum ‚Runden Tisch Elektromobilität‘ Akteure und Stakeholder aus der Region, um Herausforderungen im Bereich der E-Mobilität anzugehen und Strategien zu entwickeln, aber auch innovative Projekte vorzustellen und Pilotvorhaben umzusetzen. Hierzu gehört eine Initiative zum bidirektionalen Laden sowie die Vernetzung von Unternehmen in Gewerbegebieten für gemeinsame Ladeparks. Auch dort bringen wir die relevanten Akteure zusammen, um gemeinsame Lösungen zu finden.“

Gefordert im Rahmen der Energiewende sind sowohl kleine als auch große Unternehmen. Oft sind es kleinere Handwerksbetriebe, die wie etwa Schornsteinfeger im innerstädtischen Bereich auf Lastenfahrräder umsteigen. Und wer zu Hause sein Büro hat, denkt über eine kleine PV-Anlage nach, um seinen Strom selbst zu erzeugen. „Erschwerend zur Energiekrise kommt hinzu, dass überall die Fachkräfte fehlen, die die Energiewende überhaupt umsetzen können“, berichtet Andrea Keßler. „Es mangelt etwa an Photovoltaik-Experten, Ingenieuren oder Fachleuten, die Ladeinfrastruktur installieren. Zudem fehlen vor allem die ‚Solarteure‘, die die Paneele aufs Dach bringen! Als REA wenden wir viel Zeit dafür auf, um 1. gemeinsam mit Handwerkskammern, Arbeitsagentur und Weiterbildungsanbietern niedrigschwellige Weiterbildungsangebote zu schaffen und um 2. die Partnerschaft zwischen Unternehmen und Schulen zu forcieren. Unser Engagement zielt immer darauf, unseren Wirtschaftsstandort zu sichern und weiterzuentwickeln. Für unsere Unternehmen bedeutet das: Wer sich heute nicht innovativ und gleichzeitig nachhaltig aufstellt, der riskiert die Existenz seines Betriebes und läuft Gefahr, dass er morgen gar keine Fachkräfte mehr bekommt.“

Es lastet also derzeit ein enormer Druck auf den Unternehmen. Gleichzeitig spürt Andrea Keßler aber auch sehr viel Aufbruchstimmung, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität. „Wir wissen, dass die Betriebe durch Klimakrise, Corona und nun noch durch den Ukraine-Krieg sehr großen unternehmerischen Herausforderungen ausgesetzt sind. Doch gerade jetzt ist es wichtig, über CO2- und Energieeinsparungen nachzudenken. Hiermit sparen Sie mittelfristig nicht nur Geld und Ressourcen ein – als innovatives und nachhaltiges Unternehmen sind Sie jetzt und auch zukünftig attraktiv für Fachkräfte. Hierzu können KMU neue kostenfreie Transformations- und Impulsberatungen in Anspruch nehmen. Kommen Sie gerne auf uns zu, informieren Sie sich über Beratungsformate und die Vorteile einer Mitgliedschaft in unserem Netzwerk.“ 


Ansprechpartner und Informationsquellen

Wolfsburger EnergieAgentur GmbH
Telefon: 05361 8918 236
E-Mail: info@energieagentur-wolfsburg.de
www.energieagentur-wolfsburg.de

Handwerkskammer
Kreishandwerkerschaft Helmstedt Wolfsburg
www.kh-hewob.de

Bundesnetzagentur
Aktuelle Informationen, auch zum ­Gasnotfallplan
www.bundesnetzagentur.de

Energieeffizienz-Expertenliste:
Geprüfte und neutrale Fachleute der dena (Deutsche EnergieAgentur):
www.energie-effizienz-experten.de

Bundesamt für Wirtschaft und ­Ausfuhrkontrolle (BAFA)
www.bafa.de > Energieeffizienz

IHK Lüneburg-Wolfsburg
https://www.ihk.de/ihklw/produkte/beratung-und-service/energie-und-umwelt
www.ihk.de/ihklw > Energie und Ressourcen

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)
www.klimaschutz-niedersachsen.de

Deutsche Energie-Berater und -­Auditoren Gesellschaft mbH
www.denbag.de

Liste der Berater aus der ­Region für die neutralen Impuls- und ­Transformationsberatungen finden Sie unter der jeweiligen Beratung:
www.klimaschutz-niedersachsen.de/energieberatung > unternehmen > ­beratersuche

Kostenfreie ­Impuls-Beratungen

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und die Niedersachsen Allianz für Nachhaltigkeit (NAN) bieten folgende

  • Impulsberatungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU):
  • Impuls Klimaneutralität
  • Impuls Solar
  • Impuls Energie- und Materialeffizienz

Mehrwerte

  • eine kostenfreie neutrale Vor-Ort-Beratung durch einen von der KEAN anerkannten und geschulten Experten
  • einen Bericht mit unternehmensspezifischen Handlungsempfehlungen sowie Hinweise auf weiterführende Förderprogramme
  • unbürokratische Beantragung durch Online-Interessenbekundung

Voraussetzungen

  • KMU mit Standort/Sitz in Niedersachsen
  • Energiekosten > 10.000 €/a
  • Mitglied in IHK oder HWK
  • Förderung nach De-minimies

Zusatzangebot:
Betriebliches Mobilitätsmanagement


Mit Impulsberatungen sollen KMU bei der Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte unterstützt werden. Betrachtet werden Dienstreisen, Mitarbeitermobilität, Fuhrpark sowie Verkehrsinfrastruktur und Parkraum. Voraussetzung: Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden. Die Höhe der Energiekosten spielt keine Rolle.

Weiterführende Informationen:
www.klimaschutz-niedersachsen.de > Energieberatung für Unternehmen
Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für ­Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz