Quartiersentwicklung am Nordkopf

Projektentwicklungsvertrag geschlossen – Architekturbüros erarbeiten erste Entwürfe

Die Planung des Zukunftsquartiers am Wolfsburger Nordkopf nimmt Fahrt auf. Die Wolfsburg AG und SIGNA haben Ende Oktober 2019 den Vertrag zur Konzeptionierung des Projekts unterzeichnet. Er sieht die Erstellung eines Gesamtkonzepts sowie einer Machbarkeitsstudie vor. Mit Henning Larsen Architects und Gehl Architects wurden renommierte Planungsbüros ausgewählt, die die städtebauliche Studie erarbeiten.

Die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG befürworten die Entwicklung des Nordkopf-Areals durch SIGNA und die Wolfsburg AG und unterstützen das Projekt. Auf dem innerstädtischen Gelände südlich und westlich des Wolfsburger Hauptbahnhofs soll ein modernes urbanes Quartier entstehen, das erlebnisorientierten Einzelhandel, zukunftsgerichtete Mobilitäts- und Digitallösungen, attraktive Freizeitangebote sowie Hotel-, Büro- und Wohnnutzungen integriert.

Die Wolfsburg AG und SIGNA entwickeln aktuell ein Gesamtkonzept, über dessen Umsetzung der Rat der Stadt Wolfsburg und alle beteiligten Partner entscheiden. Eine erste Planungsphase soll im Frühjahr 2020 weitestgehend abgeschlossen sein. „Im Vorfeld haben wir die wirtschaftlichen, rechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen gut definiert“, erläutert Manfred Günterberg, Vorstand der Wolfsburg AG. „Jetzt befinden wir uns zur weiteren Projektkonzeptionierung in Abstimmungen mit der Stadt Wolfsburg, Volkswagen und den Partnern. Damit stellen wir gemeinsam mit SIGNA wichtige Weichen für die inhaltliche und gestalterische Ausplanung des Projekts.“ Ein Zuhause für die gemeinsame Arbeit hat das Projektteam seit Ende 2019 im Cube am Hauptbahnhof.

Die Projektpartner haben Ende 2019 international erfahrene Planungsbüros für die Erstellung des städtebaulichen Entwurfs ausgewählt. Er ist wesentlicher Bestandteil der Gesamtkonzeption. Henning Larsen Architects und Gehl Architects aus Dänemark entwickeln im Auftrag von SIGNA die architektonische Vision, die Funktionsmischung und das Mobilitätskonzept für das Quartier der Zukunft. „Nachhaltigkeit und Lebensqualität stehen im Zentrum der Arbeit von Henning Larsen Architects – diese Herangehensweise hat uns überzeugt“, erklärt Timo Herzberg. „Das Architekturbüro hat zahlreiche öffentliche Bauten, Wohn- und Bürogebäude sowie gemischt genutzte Stadtquartiere geplant, die die Bedürfnisse und das Wohlbefinden des Menschen in den Fokus stellen.“ Der Stil der Architekten ist skandinavisch modern und findet sich in zahlreichen Gebäuden auf der ganzen Welt wieder. Gehl Architects legt in seinen Arbeiten einen besonderen Fokus auf den menschlichen Maßstab in der Stadtplanung. Auch die Anforderungen von Fußgängern und Radfahrern stehen im Mittelpunkt der Planungen. Beispielsweise hat das Büro den New Yorker Times Square 2016 erfolgreich umgeplant.

„Die Architekten haben eine überzeugende Vision für ein vernetztes, zukunftsorientiertes, lebenswertes Quartier der Stadt aufgezeigt. Sie haben die Besonderheiten Wolfsburgs außerordentlich gut verstanden und bewiesen, dass sie Planung als Dialog begreifen“, sagt Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. Im Auswahlverfahren konkurrierte das ausgewählte Planungsteam mit den ebenso renommierten Architekturbüros UNStudio aus Amsterdam und der Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen, die zukünftig noch an der Entwicklung des Areals beteiligt werden könnten.

Auf dem Bild, v. l. n. r.: Klaus Mohrs, David Sim, Louis Becker, Kai-Uwe Hirschheide, Katrin Bindner, Dennis Weilmann, Peter Kern und Manfred Günterberg. (c) Wolfsburg AG