Mikro statt Schläger: Wie die Grizzlys Kinder zu Reportern machen
Der Verein verbindet Nachwuchsförderung,
Familienbindung und Medienkompetenz
„Hallo, ich bin Clara und heute frage ich unseren Torwart: Was geht dir eigentlich durch den Kopf, wenn der Gegner allein auf dich zuläuft?“ Die 14-Jährige steht nicht auf dem Pausenhof, sondern mitten in der Eis Arena Wolfsburg. Hinter ihr rauschen die Grizzlys im Training über das Eis, vor ihr wartet ein echter DEL-Profi auf die erste Kinderreporter-Frage.
Was nach einer ungewöhnlichen Szene klingt, ist fester Bestandteil der Markenstrategie des Eishockey-Clubs. Mit dem neuen Social-Media-Format „Kinderreporter“ – offiziell als „Young TV Crew“ gestartet – haben die Grizzlys Wolfsburg gemeinsam mit der Autostadt ein Format ins Leben gerufen, das junge Fans zwischen 10 und 16 Jahren zu Reportern macht. Mit Kamera und Mikrofon ausgestattet, erhalten die Nachwuchsreporter exklusive Einblicke hinter die Kulissen auf und neben dem Eis, führen Interviews mit Spielern und Coaches und lernen dabei, wie man Medieninhalte professionell produziert.
Mutig, begeisternd, familiär, nachhaltig
„Das Konzept zahlt unmittelbar auf die Markenwerte der Grizzlys ein, da es die Kernthemen mutig, begeisternd, familiär und nachhaltig in gelebte Praxis übersetzt“, betont Christopher Gerlach, Leiter Medien und Kommunikation bei den Grizzlys. Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung, gewinnen Selbstvertrauen und sehen ihre eigenen Beiträge anschließend auf den Social-Media-Kanälen der Grizzlys und der Autostadt.
Ein besonderer Baustein ist das Gemeinschaftserlebnis. Die Familien der Kinderreporter erhalten Dauerkarten für die Heimspiele. So wird das Projekt nicht nur zu einer Medienwerkstatt, sondern zu einem gemeinsamen Ankerpunkt rund um den Club – und das für die ganze Familie. „Eltern und Kinder sind dadurch nicht nur Zuschauer, sondern werden ein aktiver Teil unserer Grizzlys-Familie“, erklärt Christopher Gerlach.
Lernerfahrungen, die weit über den Sport hinausreichen
Auch der Partner des Projekts, die Autostadt, sieht darin mehr als ein Eishockey-Experiment. „Das Projekt passt perfekt zu uns als anerkanntem außerschulischen Lernort“, betont Geschäftsführer Armin Maus. Denn die Workshops in Interviewtechnik, Kameraführung und Schnitt vermitteln Fähigkeiten, die weit über den Sport hinausgehen.
Es entsteht eine Win-win-Situation: Die Grizzlys stärken ihre Fanbindung und Markenidentität, während Kinder wertvolle Lernerfahrungen sammeln – und dabei ihren ganz eigenen Blick aufs Eishockey entwickeln.
Titelfoto: © Grizzlys Wolfsburg