Ein Handwerk für mehr Lebensqualität
Körperbau-Zentrum für Orthopädietechnik eröffnet
In der mehr als 50-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich das Sanitätshaus Bode stetig weiterentwickelt – von der orthopädischen Fachwerkstatt über die Eröffnung des ersten Ladengeschäfts, Erweiterungen, Umzüge bis hin zur Eröffnung weiterer Standorte. In der Wolfsburger Filiale in der Alessandro-Volta-Straße gab es zuletzt bereits die Abteilung für Orthopädietechnik. Mit der Eröffnung von „KÖRPERBAU – Zentrum für Orthopädietechnik“ in der Daimlerstraße geht der Familienbetrieb nun den nächsten Schritt seiner Entwicklung.
Das Zentrum verbindet moderne Orthopädietechnik mit persönlicher Betreuung – und rückt dabei den Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Das vermittelt auch der Name KÖRPERBAU. Auf knapp 700 Quadratmetern und damit auf einer mehr als doppelt so großen Flächen wie bisher vereint es eine medizinische Expertise und kontinuierliche Begleitung unter einem Dach. Entstanden ist ein Zentrum, das nicht nur technisch hochmodern ausgestattet ist, sondern vor allem eines vermitteln soll: Wohlbefinden als Grundstein für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Technikern und Patienten.
Denn Orthopädietechnik bedeutet weit mehr als die Herstellung von Hilfsmitteln. Hinter jeder Prothese, jeder Orthese und jeder individuellen Versorgung steht ein Mensch mit einer persönlichen Geschichte. Genau hier setzt Körperbau an. „Wir begleiten Menschen auf einem meist emotionalen Weg zurück in ihren Alltag“, erklärt Inhaber Tassilo Bode. „Viele Patientinnen und Patienten kommen mit Ängsten oder Unsicherheiten zu uns. Unser Anspruch ist es, ihnen Sicherheit, Mobilität und Lebensqualität zurückzugeben.“

Wirtschaftsdezernent Jens Hofschröer

Das neue Zentrum wurde daher bewusst auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtet. Im Erdgeschoss schaffen verschiedene Räume eine angenehme Atmosphäre für die Anprobe. Denn teilweise verbringen Prothesenträger zwei bis vier Stunden vor Ort, um neue Hilfsmittel direkt auszuprobieren und anzupassen. Im Obergeschoss befindet sich das Herzstück des Zentrums und der Ort, an dem das Handwerk sichtbar wird: der Werkstattbereich. Als Produktionsstraße aufgebaut, entstehen in präziser Handarbeit individuelle Schäfte und andere Hilfsmittel. Dazu werden zunächst Gipsabdrücke ausgegossen, Carbon- und Laminierfasern verarbeitet, Leder vernäht und die Prothesen somit Stück für Stück individuell aufgebaut. Moderne Maschinen und eine leistungsstarke Absauganlage sorgen dabei für optimale Arbeitsbedingungen.
„Trotz all der technischen Entwicklungen wird man in unserem Beruf niemals vollständig auf die Handarbeit verzichten können. So individuell der menschliche Körper ist, genauso individuell muss auch die Versorgung sein“, betont Tassilo Bode. „Unsere Arbeit verbindet Präzision, Empathie, Innovation, Verantwortung und echtes Handwerk. Wenn jemand durch unsere Arbeit wieder ein Stück Selbstständigkeit zurückgewinnt, dann erleben wir jeden Tag, warum wir diesen Beruf ausüben.“