Zukunftskonzept Wissenschaft
Wolfsburg auf dem Weg zum Wissenschaftsstandort
Wolfsburg hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur als wirtschaftsstarker Standort etabliert, sondern zunehmend auch als Zentrum für angewandte Wissenschaften und als international bedeutender Knotenpunkt für industrielle Forschung im Automotive Bereich. Wesentlichen Anteil an der derzeitigen Dynamik haben der gezielte Ausbau wissenschaftlicher Infrastrukturen sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt, Wirtschaft und Wissenschaft. Mit dem „Zukunftskonzept Wissenschaft“ wird das Ziel verfolgt, Wissenschaft und Stadtentwicklung strategisch zu vereinen – für eine lebenswerte, innovative und zukunftsfähige Stadt.
Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung attraktiver Rahmenbedingungen für Bildung und Forschung. Sie schaffen die Grundlage für eine positive Dynamik, die den Wandel Wolfsburgs hin zu einem modernen Wohn-, Arbeits- und Wissenschaftsstandort aktiv unterstützt.
Dialog als Grundlage: Maßnahmen mit Perspektive
Das Zukunftskonzept wurde in einem dialogorientierten Prozess mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft erarbeitet. Diese Akteure spielen auch bei der Umsetzung des Konzeptes eine entscheidende Rolle. Ein zentrales Element war eine umfassende Bestandsaufnahme. Daraus wurden drei zentrale Handlungsfelder mit konkreten Maßnahmen abgeleitet:
- Urbanen Lebensmittelpunkt stärken
Im Fokus steht hier die Entwicklung von Wissensorten und -formaten, die ko-kreative und explorative Prozesse ermöglichen. Ergänzend werden Projekte für studentisches Wohnen und attraktive Aufenthaltsbereiche im Umfeld der Hochschulen umgesetzt, damit die Stadt ein lebendiger Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten wird. - Profil schärfen
Wolfsburg soll als Wissenschaftsstandort sichtbarer werden. Geplant sind daher verstärkte Marketing- und Öffentlichkeitsmaßnahmen, insbesondere Veranstaltungsformate für Studierende und die Stadtgesellschaft. Auch die Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen wird intensiviert, um junge Menschen beim Übergang in die akademische Ausbildung gezielt zu unterstützen. - Wissen vernetzen
Der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft steht hier im Mittelpunkt. Gründungen in Kooperation mit Hochschulen werden gefördert, um Innovationen voranzutreiben und neue Kompetenzfelder zu erschließen. Somit werden zentrale strategische Hebel in Bewegung gesetzt, um die Innovationskraft und wirtschaftliche Entwicklung Wolfsburgs nachhaltig zu stärken.
Oberbürgermeister Dennis Weilmann betont die strategische Bedeutung des Wissenschaftsstandorts: „Wissen ist die Grundlage für Fortschritt und Innovation. In Wolfsburg verfolgen wir einen klaren Wachstumspfad im Bereich Wissenschaft und Hochschule, um die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu stärken. Mit dem Ausbau von Studienangeboten, Forschungseinrichtungen und einer strategischen Vernetzung der Akteure schaffen wir die Basis für eine zukunftsfähige Entwicklung.“ Er hebt besonders die Weiterentwicklung von Studienangeboten und Forschungsinfrastruktur an der Ostfalia Hochschule, am Medizincampus am Klinikum Wolfsburg, der 42 Wolfsburg und am gemeinsamen Universitäts- und Innovationscampus an der Open Hybrid LabFactory (OHLF) hervor.
Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, sieht die Entwicklung der Stadt als wesentlichen Faktor, um vor allem jungen Menschen eine Perspektive zu bieten. Bildung sei auch ein Grundpfeiler für eine lebendige Demokratie, da sie kritisches Denken und aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen fördert. „Deshalb war es uns wichtig, junge Menschen und ihre Bedürfnisse in den dialogorientierten Ansatz zur Entwicklung unseres Zukunftskonzepts einzubinden. So schaffen wir eine Bildungslandschaft, die den aktuellen Anforderungen gerecht wird und die Grundlagen für eine starke, demokratische Gesellschaft legt.“
Jens Hofschröer, Dezernent für Digitales und Wirtschaft, sieht im Ausbau der Wissenschaftsinfrastruktur einen entscheidenden Hebel für den strukturellen Wandel: „Dazu gehört die Sicherung des Fachkräftebedarfs genauso wie die Weiterentwicklung bestehender Wissenschafts- und Forschungsinfrastruktur. Durch die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft wird der Transfer von Wissen und die Entstehung neuer Kompetenzfelder gefördert. Gleichzeitig trägt die Entwicklung der Innenstadt – insbesondere am Nordkopf – zur Lebensqualität und Attraktivität für Studierende und Fachkräfte bei.“
Mit dem Zukunftskonzept Wissenschaft stellt Wolfsburg die Weichen für eine wissensbasierte Stadtentwicklung, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen mit innovativen Lösungen begegnet. Der intensive Austausch und die strategische Zusammenarbeit der Akteure sind dabei der Schlüssel zum Erfolg einer Stadt, die Zukunft gestaltet.
© Stadt Wolfsburg