Zukunft lädt in Wolfsburg
CUBOS wird neuer Rahmenvertragspartner des Landes Niedersachsen und übernimmt eine zentrale Rolle beim weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur
Die Mobilitätswende entscheidet sich nicht allein auf der Straße. Sie beginnt dort, wo Fahrzeuge zuverlässig geladen, Daten sicher verarbeitet und Energieflüsse intelligent gesteuert werden. Genau hier setzt das Land Niedersachsen an: Bis 2030 sollen die rund 6.300 Landesfahrzeuge elektrifiziert werden, aktuell liegt der Anteil bei rund 15 Prozent. Dafür braucht es eine Ladeinfrastruktur, die mitwächst – flächendeckend, belastbar und digital vernetzt.
Eine klare Bestätigung
Eine zentrale Rolle übernimmt künftig CUBOS. Das Unternehmen hat sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt und wird neuer Rahmenvertragspartner des Landes. „Dass wir uns in einem europaweiten Verfahren durchsetzen konnten, ist für uns ein starkes Signal“, sagt Marc Wille, Gründer und Chief Executive Officer. „Der Rahmenvertrag zeigt, dass das Land uns zutraut, ein zentrales Infrastrukturprojekt zuverlässig und im großen Maßstab umzusetzen.“ Dr. Albrecht Kindler, Chief Financial Officer, bewertet den Rahmenvertrag als entscheidenden Meilenstein für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Für CUBOS sei das eine Bestätigung der eigenen Leistungsfähigkeit und zugleich die Übernahme von Verantwortung in einem strategisch wichtigen Infrastrukturprojekt des Landes.

Keine Einzelmaßnahme, sondern ein Gesamtsystem
Der Rahmenvertrag umfasst das Potenzial von rund 2.500 Liegenschaften und mehreren tausend Ladepunkten, darunter Standorte der Polizei sowie weitere Einrichtungen mit besonderen Sicherheitsanforderungen. An vielen Standorten entstehen größere Ladecluster mit AC- und DC-Ladestationen. Auch die Integration von Speicherlösungen stößt bereits auf Interesse.
„Als Charge Point Operator übernimmt CUBOS die Lieferung und Montage der Ladehardware, den Betrieb der Ladeinfrastruktur sowie Integration und Betrieb des Backend-Systems“, erklärt Dr. Albrecht Kindler. Genau diese Systemperspektive ist entscheidend. Denn die Ladeinfrastruktur der Landesverwaltung muss neben ihrer Funktion ebenso dauerhaft zuverlässig, skalierbar und zentral steuerbar sein. „Wir verstehen Ladeinfrastruktur nicht als Einzelmaßnahme, sondern als integriertes Gesamtsystem“, betont Marc Wille. „Dazu gehören für uns von Anfang an auch Themen wie Cyber Security, stabile Backend-Strukturen und ein sicherer Betrieb über alle Standorte hinweg.“
Laut Dr. Kindler stärke das Projekt Wolfsburg als Standort für Energie- und Mobilitätslösungen, erhöhe die Sichtbarkeit der Region im Zuge der Elektromobilität und trage zur regionalen Wertschöpfung bei.
Schritt für Schritt
In den kommenden Monaten steht nun die Umsetzung der ersten Standorte im Fokus. So folgen die nächsten Schritte einer strukturierten Ausbaustufe: Weitere Liegenschaften werden angebunden, Ladecluster vor Ort aufgebaut, in das landesweite Backend integriert und in einen stabilen Betrieb überführt. Dass der Zeitpunkt entscheidend ist, liegt auf der Hand: Die Elektrifizierung der Landesflotte gewinnt an Dynamik. „Ohne einen parallelen Ausbau der Ladeinfrastruktur entsteht schnell ein struktureller Engpass – genau das gilt es jetzt zu vermeiden“, sagt Marc Wille.
Für CUBOS bedeutet der Rahmenvertrag damit nicht nur öffentliche Sichtbarkeit, sondern auch Verantwortung in einem landesweiten Transformationsprojekt. Und für Wolfsburg zeigt sich einmal mehr: Die Zukunft der Mobilität wird nicht nur gefahren – sie wird hier gedacht, vernetzt und umgesetzt.
Titelfoto: Marc Wille, CUBOS-Gründer und CEO, und Olaf Lies, Ministerpräsident von Niedersachsen © CUBOS