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M2J Fragranza – Von der Idee zum eigenen Nischenparfüm

Zwei Gründer auf ihrer Reise zum exklusiven Duft

Verführerisch, würzig, mystisch – die Welt der Düfte ist vielfältig. Maria Cagnina und Fabio Allegrino, zwei Freunde mit einer gemeinsamen Leidenschaft für außergewöhnliche Nischenparfüms, hatten 2021 den Wunsch, ihren eigenen Duft zu entwickeln. Aus dieser Idee wurde eine Vision – und nach einem intensiven Entwicklungsprozess schließlich ein fertiges Produkt: M2J Fragranza ist heute in vier exklusiven Duftvarianten von floral über orientalisch bis holzig erhältlich. Welche Herausforderungen die gebürtigen Wolfsburger dabei meistern mussten und wie sie ihre Marke weiterentwickeln wollen, haben sie im Gespräch berichtet.

Inspiration zwischen Italien und Dubai
Was macht M2J Fragranza besonders? „Es ist die Kombination aus intensiven Duftnoten und italienischem Flair“, beschreibt Fabio Allegrino, der ebenso wie seine Geschäftspartnerin italienische Wurzeln hat. Die Inspiration für ihre eigene Duftkreation kam unter anderem auf einer gemeinsamen Reise nach Dubai mit Maria und seiner Frau Jacqueline, wo auch der Name „M2J – Maria to Jacqueline“ entstanden ist. Dort begeisterte sich das Duo für die hochwertigen, kraftvollen Nuancen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten beliebt sind. Ihr Ziel: Die Wärme und Eleganz italienischer Dufttradition mit der Opulenz orientalischer Noten zu verbinden.

Von der Idee zum Produkt: Ein langer Weg
Doch der Weg von der Vision zum marktreifen Produkt war lang. Neben rechtlichen und bürokratischen Hürden – wie der Wahl der passenden Unternehmensform, der Markenanmeldung und der Einhaltung der europäischen Kosmetikverordnung – bildeten sich die Gründer intensiv im Bereich Parfümerie weiter. Sie besuchten Schulungen, lernten die Grundlagen der Duftherstellung und machten sich auf die Suche nach einer Partnerin, die ihre Vorstellungen professionell umsetzen konnte.
Fündig wurden sie in Berlin bei der renommierten Parfümeurin Marie Le Febvre, mit der sie sich sofort auf fachlicher und persönlicher Ebene verbunden fühlten. Nach neun Monaten Entwicklungszeit war ihr erstes eigenes Parfüm „geboren“ – in Grasse, der Welthauptstadt des Parfüms in der französischen Provence.

© studioline Photography

Vom Flakon bis zur Auslieferung – alles in eigener Hand
Nach Zwischenstopps in Berlin und Wolfsburg verpacken die Gründer den fertigen gefüllten, selbst designten Flakon eigenhändig und versenden ihn an Privatkunden oder Nischenparfümerien in Düsseldorf und Italien, mit denen sie zusammenarbeiten. Auch im Wolfsburger Barbershop „Joe’s Barber Gentlemen’s Lounge“ sind die exklusiven Unisex-Düfte vertreten. „Wir sind offen für Kooperationen mit speziellen Parfümerien, aber auch mit kleineren Partnern wie Concept Stores“, beschreibt Maria Cagnina.
Bestellt werden die hochpreisigen Parfüms über einen eigenen Onlineshop. Mit dem Ziel, die Bekanntheit weiter zu steigern, nutzen die Gründer vor allem digitale Plattformen wie Instagram und arbeiten mit Influencern zusammen.

Seit der Gründung 2023 hielten sie vor sechs Monaten das erste fertige Produkt in den Händen. Ein langer und aufregender Prozess für die hauptberufliche Bänkerin und den Volkswagen-Mitarbeiter. „Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um so ein Projekt neben dem Beruf zu stemmen“, sagen die beiden lachend. Geholfen haben dabei vor allem ihre langjährige Freundschaft, gegenseitige Motivation und die Unterstützung ihrer Familien. Auch verlässliche Partner – in der Produktion, im Design und in der Steuerberatung – waren laut den Gründern ein echter Gamechanger.

In Zukunft möchten die beiden jedes Jahr eine neue Duftkollektion auf den Markt bringen und langfristig bei der weltweit größten Parfümmesse in Mailand nicht nur als Gäste, sondern als Aussteller vertreten sein. Die Teilnahme ist dort nur über ein strenges Auswahlverfahren möglich – auch wenn dieses Ziel noch weit entfernt scheint, arbeiten die beiden Optimisten kontinuierlich darauf hin.